In kürzester Zeit hat es Megan Thee Stallion unter die Top-Liga der internationalen Rapperinnen geschafft. Die aus Houston, Texas, stammende Künstlerin begeistert mit selbstbewussten Texten, einer unverwechselbaren Stimme und einer beeindruckenden Bühnenpräsenz. Hier kommen zehn coole Fakten, die du über die Rapperin wissen musst – erweitert um spannende Hintergrundinformationen, die ihren Aufstieg in der Musikindustrie beleuchten.
1. Herkunft und Geburtstag
Megan Thee Stallion wurde am 15. Februar 1995 in Houston, Texas, geboren. Damit ist sie 25 Jahre alt (Stand August 2020) und gehört dem Sternzeichen Wassermann an. Sie selbst bekennt sich offen zur Astrologie und postete auf Instagram ein Bild mit der Erklärung: „Wassermännern ist egal, was andere sagen, und sie tun immer genau das Gegenteil von dem, was ihnen gesagt wird. Wir wollen nicht dazugehören und gängigen Ansichten entsprechen.“ Diese Haltung spiegelt sich in ihrer Musik und ihrem öffentlichen Auftreten wider: Megan dreht sich nicht nach dem, was die Masse erwartet, sondern geht ihren eigenen Weg. Houston, die viertgrößte Stadt der USA, ist bekannt für seine lebendige Musikszene – insbesondere im Bereich Southern Hip‑Hop. Künstler wie DJ Screw, UGK und Slim Thug prägten den Sound der Stadt, und Megan selbst bezeichnet sich als Produkt dieser Tradition. Sie wuchs in einer Umgebung auf, die Musik atmete, und begann schon früh, eigene Texte zu schreiben.
2. Der echte Name
Die meisten kennen sie unter ihrem Künstlernamen Megan Thee Stallion, doch im wahren Leben heißt sie Megan Pete. Die Entscheidung, einen Künstlernamen zu wählen, ist im Rap-Business üblich – er dient als Markenzeichen und als künstlerisches Statement. Megan Pete entschied sich für ihre Bühnenidentität, als sie noch zur Schule ging. Später erklärte sie, dass sie ihren bürgerlichen Namen nicht ablehnt, sondern die Trennung zwischen Privatperson und öffentlicher Figur bewusst vollzieht. In Interviews betont sie: „Megan Pete ist die Person, die ich bin, wenn ich zu Hause bin. Megan Thee Stallion ist die Powerfrau auf der Bühne.“ Diese Dualität hilft ihr, das Blitzlichtgewitter und die Herausforderungen des Ruhms zu bewältigen.
3. Bedeutung des Künstlernamens
Der Spitzname „Stallion“ (Hengst) kam nicht von ungefähr. In einem Interview offenbarte die Rapperin: „Seit ich 15 oder 16 war, hatte ich immer diesen Körper. Ältere Typen sagten dann: ‚Oh, du bist ein Stallion.‘ Ich hab das dann einfach als meinen Twitter-Namen genommen, und seitdem nennen mich alle so.“ Die Bezeichnung „Stallion“ wird im afroamerikanischen Slang für eine Frau mit einer kurvigen, kraftvollen Figur verwendet – ein Kompliment, das Megan stolz angenommen hat. Daneben verwendet sie noch andere Nicknames wie „Htown Hottie“, ein Verweis auf die Stadt Houston, „Hot Girl Meg“ für ihre Partylaune sowie „Tina Snow“, unter der sie bereits eine EP veröffentlichte. Dieser letzte Name steht für ihre härtere, kompromisslosere Seite. Die Vielfalt ihrer Pseudonyme zeigt, wie facettenreich Megan Thee Stallion als Künstlerin ist: Sie kann sanft und sexy, aber auch aggressiv und unangepasst sein.
4. Eltern und prägende Verluste
Das Privatleben von Megan Thee Stallion ist von Verlusten geprägt. Ihr Vater Joe starb, als sie 15 Jahre alt war. Zuvor hatte sie ihn nur selten gesehen, weil die ersten acht Jahre seines Lebens im Gefängnis verbracht wurden. Trotz dieser schwierigen Umstände liebte sie ihren Vater über alles und schreibt ihm zu, dass sie ihr starkes Selbstbewusstsein geerbt hat. 2019 dann der nächste Schicksalsschlag: Ihre Mutter Holly erlag einem Gehirntumor. Holly war selbst Rapperin und hat Megan von klein auf gefördert. „Mein ganzes Leben lang haben meine Eltern mir immer gesagt: ‚Oh, Megan, du bist so großartig‘ oder ‚Oh, Megan, du siehst so gut aus.‘ Sie haben mir dieses Vertrauen geschenkt und mir ein gutes Gefühl gegeben“, erinnerte sich Megan in einem Interview. Der Tod der Mutter traf sie besonders hart, denn Holly war nicht nur Mutter, sondern auch Managerin und Mentorin. Seitdem ist Megan offen damit umgegangen, wie wichtig Familie und die Verarbeitung von Trauer sind. Sie hat sogar eine gemeinnützige Stiftung ins Leben gerufen, die sich für psychische Gesundheit einsetzt.
5. Musik und Karriere – der Aufstieg zur internationalen Größe
Die Rapperin hatte mit ihrer Mutter eine Abmachung: Sie durfte ihre Karriere erst mit 21 richtig starten, da ihre Texte für ein junges Publikum zu explizit seien. 2016 erschien dann das Mixtape „Rich Ratchet“ sowie die Single „Like a Stallion“. Der Durchbruch gelang ihr mit der EP „Make It Hot“ (2017) und der Kollabo mit dem Produzenten Juicy J auf der EP „Tina Snow“ (2018). Im Jahr 2019 schaffte sie es mit „Big Ole Freak“ in die Billboard Hot 100 – ein Track, der von ihrer sexuellen Selbstbestimmtheit handelt und auf Anhieb ein Hit wurde. Ihr Album „Fever“ (2019) wurde von Kritikern hochgelobt und festigte ihren Status als eine der führenden Newcomerinnen im Rap. Einen zusätzlichen Schub bekam ihre Karriere durch die Plattform TikTok, wo ihr Song „Savage“ im Frühjahr 2020 hunderttausendfach verwendet wurde – besonders während der Corona-Pandemie, als viele Menschen zu Hause tanzten. Der Remix mit Beyoncé katapultierte den Song auf Platz 1 der Billboard Hot 100. Megan Thee Stallion bewies damit, dass sie nicht nur ein One-Hit-Wonder ist, sondern auf Dauer im Musikgeschäft bestehen kann.
6. Social-Media-Präsenz
Wie viele moderne Künstler nutzt Megan Thee Stallion soziale Medien intensiv, um mit ihren Fans in Kontakt zu treten und ihre Persönlichkeit zu zeigen. Auf Instagram (@theestallion) hatte sie im August 2020 rund 13,5 Millionen Follower, auf Twitter etwa 3,5 Millionen und auf YouTube 2,5 Millionen Abonnenten. Sie postet regelmäßig Einblicke in ihr Leben – von Studioaufnahmen über Outfits bis hin zu politischen Statements. Besonders ihre Instagram-Stories sind berühmt für ihre ungefilterte Art: Sie spricht offen über Beziehungen, ihre Ernährung (sie ist Vegetarierin) und ihre sportlichen Aktivitäten. Dass sie dabei auch mal humorvoll und selbstironisch ist, macht sie bei ihrer Fangemeinde noch beliebter. Social Media ist für sie nicht nur ein Werkzeug zur Promotion, sondern auch eine Möglichkeit, ihre eigene Erzählung zu kontrollieren und sich gegen negative Presse zu wehren.
7. Beziehungsgerüchte – G Eazy und mehr
Anfang 2020 sorgte ein Video für Aufsehen, das Megan Thee Stallion und Rapper G Eazy beim Kuscheln nach dem Super Bowl zeigte. Sofort schossen Dating-Gerüchte ins Kraut. Doch die Rapperin stellte die Sache klar: In einem Tweet schrieb sie: „Okay, jetzt habt ihr alle eure Witze machen können, aber ich schlafe nicht mit G Eazy.“ Später, in einem Instagram-Live Ende Juni 2020, verriet sie, dass sie einen neuen Mann in ihrem Leben habe, verriet aber nicht seinen Namen. Diese Diskretion ist ungewöhnlich – sie möchte ihr Liebesleben nicht der Öffentlichkeit preisgeben. In Interviews betont sie, dass sie Prioritäten setzt: „Meine Karriere steht an erster Stelle. Wenn die richtige Person kommt, werde ich es wissen.“ Seitdem gab es immer wieder Gerüchte über Beziehungen zu verschiedenen Athleten und Musikern, doch Megan bleibt stets kontrolliert und vermeidet unnötiges Drama.
8. Vermögen und wirtschaftlicher Erfolg
Laut Schätzungen beläuft sich das Vermögen von Megan Thee Stallion auf etwa 22 Millionen Euro (Stand August 2020). Diese Summe erklärt sich nicht nur durch ihre Musikverkäufe und Streaming-Einnahmen, sondern auch durch lukrative Werbedeals – zum Beispiel mit dem Kosmetikkonzern Revlon und dem Sportartikelhersteller Nike. Sie hat ihre eigene Merchandise-Linie und vermarktet geschickt ihren „Hot Girl Summer“-Slogan. Der Song „WAP“ mit Cardi B wurde im Sommer 2020 zu einem der meistgestreamten Songs des Jahres und generierte enorme Tantiemen. Megan investiert klug: Sie kaufte ein Haus in Houston, unterstützt ihre Familie finanziell und gründete eine Stiftung für Bildung und psychische Gesundheit. In verschiedenen Interviews betont sie, dass sie nie vergisst, woher sie kommt, und dass sie ihren Erfolg nutzen möchte, um anderen zu helfen.
9. Frauenpower – Kollaborationen mit Beyoncé, Cardi B und Nicki Minaj
Megan Thee Stallion hat sich einen Ruf als Kollaborateurin der Extraklasse erarbeitet. Mit Beyoncé nahm sie den Remix von „Savage“ auf, der im Mai 2020 erschien und sofort die Charts stürmte. Mit Nicki Minaj veröffentlichte sie den Hit „Hot Girl Summer“ (2019), der zum Synonym für eine unbeschwerte, selbstbewusste Lebenshaltung wurde. Im August 2020 folgte die explosive Single „WAP“ mit Cardi B – ein Track, der mit seinen expliziten Texten und dem provokativen Video die Diskussion über weibliche Sexualität im Hip‑Hop neu entfachte. Diese Zusammenarbeiten sind nicht nur kommerziell erfolgreich, sondern senden auch eine starke Botschaft: Frauen im Rap unterstützen sich gegenseitig und zeigen, dass sie unabhängig von männlicher Dominanz Hits landen können. Megan selbst sieht sich als Teil einer Bewegung, die die Musikindustrie diverser und weiblicher macht.
10. Die Schattenseite des Ruhms – Schussverletzung und Aufarbeitung
Im Juli 2020 erschütterte eine schockierende Nachricht die Musikwelt: Megan Thee Stallion wurde angeschossen – sie erlitt Schusswunden an beiden Füßen, die eine notfallmäßige Operation erforderlich machten. Die Umstände waren zunächst unklar, doch Megan selbst berichtete, dass der Angriff geplant gewesen sei und sie dabei hätte sterben können. Der mutmaßliche Täter war ein Mitglied ihres Sicherheitsteams. Der Vorfall führte zu einer intensiven öffentlichen Debatte über die Sicherheit von Künstlern und über Gewalt gegen schwarze Frauen. Megan nutzte ihre Reichweite, um auf die psychischen Folgen des Traumas aufmerksam zu machen. In den folgenden Wochen betonte sie, wie wichtig es sei, über Gewalt zu sprechen und Hilfe zu suchen. Sie ließ sich eine Zeit lang aus der Öffentlichkeit zurückziehen, kehrte aber mit neuer Energie zurück – und mit dem Album „Good News“ (November 2020), das ihre Erfahrungen verarbeitet. Die Schussverletzung ist bis heute nicht vollständig aufgeklärt, aber Megan Thee Stallion hat bewiesen, dass sie sich von nichts unterkriegen lässt. Ihre Fans unterstützen sie weiterhin und feiern sie als Vorbild für Stärke und Resilienz.
Source: BRAVO News